Inklusion und Teilhabe, aktuelle Petition – Bundestag

Keine Kürzungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung vom 27.02.2026

In den vergangenen Monaten wurde öffentlich darüber diskutiert, die Kosten für die Eingliederungshilfe zu begrenzen. Diese Diskussionen verunsichern viele Menschen mit Behinderung, ihre Familien und Freunde zutiefst. Sie fragen sich: Wird die Unterstützung, auf die wir angewiesen sind, künftig noch ausreichen?

Wird selbstbestimmtes Leben noch möglich sein?  Das gerade erst vor ein paar Jahren verabschiedete Bundesteilhabegesetz, das einen klaren Wechsel zu Selbstbestimmung und individueller Leistung gesetzlich geregelt hat, wird damit ausgehebelt.

Für Menschen mit Behinderung ist Eingliederungshilfe jedoch nicht irgendeine Leistung. Sie ist die notwendige Unterstützung im Alltag: Assistenz beim Wohnen oder in der Schule, Hilfe bei der Arbeit, Begleitung in der Freizeit, Unterstützung bei der Kommunikation. Sie ermöglicht die volle, wirksame und gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben – und verwirklicht das Wunsch- und Wahlrecht: das Recht jedes Menschen mit Behinderung, selbst zu entscheiden, wo, wie und mit wem er oder sie lebt.
Gekürzte oder gedeckelte Leistungen bedeuten nicht nur weniger Geld – sondern weniger Selbstständigkeit und weniger Würde. Eingliederungshilfe ist kein Luxus und kein freiwilliger Zuschuss. Sie ist Voraussetzung dafür, dass Menschen mit Behinderung gleichberechtigt leben und ihre Rechte wahrnehmen können. Mit der Ratifikation der Behindertenrechtskonvention hat Deutschland anerkannt, dass Teilhabe Menschenrecht ist – dies muss der Maßstab bleiben!

Hier finden Sie den Zugang zur Petition:

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2026/_02/_27/Petition_195716.nc.html

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