Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund haben in Saarbrücken keine Anlaufstelle mehr:

Der Umzug der Ausländerbehörde trifft Menschen mit Migrationshintergrund und Beeinträchtigungen mehrfach. Die Landesvereinigung SELBSTHILFE e.V. als Spitzenverband der Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen weist auf damit verbundene besondere Erschwernisse für diese Personengruppe hin. Saarbrücken als Anlaufstelle wegfallen zu lassen bedeutet höhere Kosten und oft höheren Zeitaufwand: Menschen mit Migrationshintergrund und einer Behinderung haben oft nicht die finanziellen Möglichkeiten, höhere Fahrtkosten zu decken, sowohl mit Fahrdiensten als auch mit dem ÖPNV. Die Anbindung mit dem ÖPNV ist je nach Wohnort schwierig und zudem mit großem Zeitaufwand verbunden.

Für mobilitätseingeschränkte MitbürgerInnen, Familien mit Kindern und Senioren stellt diese Schließung eine zusätzliche Einschränkung in der Wahrung ihrer Rechte dar.

Für das Unterstützungssystem, z.B. Beratungsstellen oder Assistenzdienste erschwert der Standort die Leistungserbringung und verursacht deutlich höhere Kosten. Ein Beispiel ist der Einsatz von Gebärdendolmetschern bei Menschen mit Hörbeeinträchtigungen, die durch den Anfahrtsweg und den entstehenden höheren Zeitaufwand erheblich teurer werden können.

Als Teilhabeberatungsstelle der Landesvereinigung SELBSTHILFE e.V. stellen wir fest, dass diese Zielgruppe bei den Überlegungen der Ersparnis für den Träger der Behörde offenbar keine Rolle gespielt hat.

Eine Änderung dieser Entscheidung wäre für diesen Personenkreis eine wünschenswerte Entscheidung!

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